Wesentliche Verbesserung für die Praxis:
Microsoft (r) Office Project Professional 2003 kann jetzt
fehlerfreien PSP-Code anzeigen.
Bei der Software-Version 98 gab es bei dem
PSP-Code ein Problem zwischen der Errechnung des Programms und
den Anforderungen aus der Theorie dies Projektmanagements. Der
PSP-Code war unter Anwendung eines "Tricks" fehlerfrei.
Die aktuelle Version von Microsoft (r) Office
Project Professional 2003 bringt nun eine wesentliche Verbesserung
für die Praxis. Vorausgesetzt ist allerdings, dass man den
Knackpunkt kennt und diese Verbesserung bei diesem Programm auch
ausdrücklich einschaltet.
Lesen Sie, wo der "Fehler" lag,
und wie man ihn nun sicher umgehen kann.
Der PSP-Code wurde bisher "falsch"
angezeigt. Warum?
Entsprechend der Theorie dies Projektmanagements
werden alle Dinge, die in einem Projekt gemacht werden, in einem
so genannten "Projektstrukturplan" zusammengefasst
und dokumentiert. Die kleinsten dort abgebildeten Elemente werden
als "Arbeitspakete" bezeichnet.
Damit die einzelnen Arbeitspakete schnell
und eindeutig identifiziert und wieder gefunden werden können,
werden sie kodiert. Diese Kodierung muss eindeutig sein, um ihren
Zweck zu erfüllen.
Warum diese Eindeutigkeit so wichtig ist?
Betrachten wir folgendes Beispiel:
In der Version 1 dies PSP hat das Arbeitspaket
mit dem PSP-Code 1.5 und dem Namen "Beschaffung eines Kopierers"
folgenden Plan-Werte: Dauer: 30 Tage, Kosten: 2.500,00 EURO.

Nehmen wir einmal an, dass dieser Projektplan
mit dem Auftraggeber abgestimmt und als Basis dies Auftrags festgelegt
wurde.
Im Buchhaltungsprogramm wurde auf Basis der
PSP-Codes und der Arbeitspaket-Namen die Kostenplanung abgebildet.
Also gibt es in der Datenbank der Buchhaltung für dieses
Projekt eine Zeile mit den Angaben "PSP-Code 1.5" und
dazugehörend "Beschaffung eines Kopierers" und
"Kosten-Planwert: 2.500,00 EURO".
Plötzlich gibt es eine Änderung:
Ein neues Arbeitspaket wird ergänzt.
Nun ja, Änderungen sind unerwünscht,
aber sie sind typisch für Projekte. Für die 98er Version
(und auch für Microsoft (r) Office Project Professional
2003, wenn man es nicht bewusst umschaltet) gab es jedoch nun
ein gravierendes Problem:

Das nach 1.4 eingefügte Arbeitspaket
bekommt von MS Project den PSP-Code 1.5, das bisherige Arbeitspaket
1.5 "Beschaffung eines Kopierers" ist nun PSP-Code
1.6.
Die Kodierung 1.6 von "Beschaffung eines
Kopierers" stimmt nun nicht mehr mit dem PSP-Code 1.5 in
der Buchhaltung überein. Die Folge: die PSP-Kodierung ist
also unbrauchbar, da sie nicht eindeutig ist.
In meinen Trainings
habe ich bisher immer eine "Krücke" gezeigt, die
sich in der Praxis bewährt hat und mit der man diesen Fehler
umgehen kann:
Die Notlösung zur Umgehung dies Problems:
Nach Abschluss der Planung fügte ich
nach der Spalte "PSP-Code" eine neue Spalte ein:

Auf "Spalte" klicken und dann

als Feldname "Text 1" auswählen.
Warum? Weil Textfelder feststehen und nicht, wie der "PSP-Code",
immer wieder neu ausgerechnet werden. Ein Textfeld ist stabil
und dauerhaft, es erfüllt also die Anforderung der Eindeutigkeit
dies PSP-Code.
Das Feld "Spaltentitel" beschrifte
ich mit "PSP-manuell".
Wir erhalten folgendes Bild:

Der Inhalt dies "PSP-Code" wird
nun über "kopieren" und "einfügen"
in das Feld "PSP-manuell" eingefügt:

Und nun können wir testen, ob der "PSP-manuell"
stabil ist:

Also: es klappt. Nun noch die Spalte "PSP-Code"
löschen, und fertig ist der Projektplan mit stabilem PSP-Code:

Zusätzlich habe ich für das neue
Arbeitspaket "Änderung: ..." den PSP-Code 1.7
ergänzt. Hierfür habe ich eine fortlaufende Nummer
gewählt.
Übrigens: wenn Sie meinen, dass man dass
Problem umgehen könnte, wenn man ein neues Arbeitspaket
immer unten ergänzt, so stimmt das schon. Jedoch klappt
dieses Vorgehen nicht, wenn ein Arbeitspakt gelöscht wird,
und damit würde auch diese Variante in der Praxis zu Fehlern
führen.
Vielleicht meinen Sie, dass diese Variante
etwas umständlich sei?
Das stimmt schon, jedoch war es bisher die
einzige Methode, welche die Eindeutigkeit dies PSP-Code sicherstellte.
Vorausgesetzt, dass derjenige, der den Projektplan mit MS Project
pflegt, weiß, was er tut, also die Besonderheiten dies
Programms kennt.
Im folgenden Abschnitt zeige ich Ihnen, wie
das neue Microsoft (r) Office Project Professional 2003 diese
Fehlerquelle beseitigen kann:
Wie man jetzt den PSP-Code eindeutig machen
kann
Mit der Version 2003 können Sie diese
Fehlerquelle umgehen. Vorausgesetzt, Sie kennen die Fehlerquelle,
und Sie wissen, was Sie alles umschalten müssen. Ansonsten
arbeitet auch die neue Version genau so "fehlerhaft"
wie die alte. Es reicht also nicht, eine neue Version zu haben,
sondern die Benutzerin und der Benutzer müssen schon wissen,
was sie wie tun, und warum es nötig ist!
Wie funktioniert die neue Variante?
Die Ausgangslage ist identisch:

Wenn Sie die Planung abgeschlossen haben,
speichern Sie diesen Projektplan als Basisplan:

Das "Speichern als Basisplan" ist
unter anderem die Voraussetzung für den Soll-Ist-Vergleich.
Wenn Sie auf "Basisplan speichern..."
klicken, sehen Sie

Bestätigen Sie mit "OK".
Erst danach kann der PSP-Code fixiert werden:

Klicken Sie auf "Codedefinition..."

und dann auf dieses Anklick-Feld.
Dann sehen Sie:

Sie erhalten mit diesen Einstellungen die
sogenannte "numerische Kodierung mit Separatoren" durch
folgende Einstellungen entsprechend der oben rot markierten Zahlen:
1: Zahlen (= numerisch)
2: Länge: beliebig
3: Trennzeichen: "." (diesen Punkte nennt man "Separatoren")
4: das Setzen dieser Haken ergibt die Eindeutigkeit der PSP-Codes
Die Eindeutigkeit können wir jetzt prüfen:
Nach Einfügen einer neuen Zeile unterhalb
1.4, Eingabe dies Vorgangsnamens "Änderung: Einfügen
eines neuen Arbeitspakets" und Drücken auf die Eingabetaste
erscheint folgendes Bild:

Aha! Es hat geklappt: die bisherigen PSP-Codes
sind stabil und damit eindeutig. Und das neue ergänzte Arbeitspaket
bekommt die nächste freie fortlaufende Nummer.
Mein Fazit:
Dies ist eine Weiterentwicklung, die sich
wirklich für die Praxis lohnt!
Und die meine bisherige Einstellung bestärkt:
Dies ist ein sehr gutes Programm für Projektmanagement.
Jedoch ist es nicht "narrensicher" in der Bedienung,
und daher empfehle ich, dass derjenige, der dieses Programm bedient,
eine gewisse Mindestausbildung und Erfahrung im Projektmanagement
und zusätzlich eine Ausbildung in dieser PM-Software haben
sollte.
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